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    Perspektiven

    ERP-Beratung Kosten: Was unabhängige ERP-Beratung wirklich kostet

    Warum die Frage nach den Kosten der ERP-Beratung die falsche Frage ist – und welche Frage Entscheider stattdessen stellen sollten.

    Stefan Radau9 Min. LesezeitOktober 2025

    Die falsche Frage zuerst

    Was kostet ERP-Beratung? Die Frage ist verständlich. Sie steht am Anfang fast jeder Recherche, wenn ein mittelständisches Unternehmen über eine ERP-Einführung, einen Systemwechsel oder eine Prozessoptimierung nachdenkt. Und sie verdient eine ehrliche Antwort. Aber sie ist trotzdem die falsche Frage – zumindest, wenn sie isoliert gestellt wird. Denn die Kosten einer ERP-Beratung sagen für sich genommen wenig aus. Entscheidend ist, was diese Beratung leistet, welche Risiken sie reduziert und welche Fehlentscheidungen sie verhindert. Wer nur auf den Tagessatz schaut, vergleicht Äpfel mit Birnen – und trifft am Ende eine teure Entscheidung.

    In diesem Beitrag ordnen wir die typischen Kostenmodelle ein, zeigen, wovon die Kosten abhängen, und erklären, warum die Gesamtrechnung bei unabhängiger Beratung fast immer günstiger ausfällt als bei vermeintlich kostenloser Beratung durch Systemhäuser. Nicht als Verkaufsargument, sondern als betriebswirtschaftliche Realität.

    ERP-Beratung in Zahlen

    0 .200–2.200 €

    Tagessatz unabhängige ERP-Beratung

    Typischer Korridor für erfahrene, herstellerunabhängige ERP-Berater im Mittelstand

    0 –8 %

    Beratungsanteil am Gesamtbudget

    Empfohlener Anteil der externen Beratungskosten am gesamten ERP-Projektbudget

    0 %

    durchschnittliche Budgetüberschreitung

    Mittlere Kostenüberschreitung bei ERP-Projekten ohne professionelle externe Begleitung

    0 :1

    ROI unabhängiger Beratung

    Typisches Verhältnis von vermiedenen Mehrkosten zu Beratungsinvestition bei mittelständischen Projekten

    Quelle: Panorama Consulting Group; Trovarit AG; eigene Projekterfahrung

    Typische Kostenmodelle in der ERP-Beratung

    ERP-Beratung wird in der Praxis über verschiedene Abrechnungsmodelle angeboten. Jedes Modell hat seine Berechtigung, aber auch seine Tücken. Wer die Unterschiede kennt, kann besser einschätzen, welches Modell für die eigene Situation geeignet ist – und wo versteckte Kosten lauern.

    Tagessätze: Das Standardmodell

    Die Abrechnung nach Tagessätzen ist das verbreitetste Modell in der ERP-Beratung. Für unabhängige Berater im Mittelstand liegen die Tagessätze typischerweise zwischen 1.200 und 2.200 Euro, abhängig von Erfahrung, Spezialisierung und Projektumfang. Große Beratungshäuser können deutlich darüber liegen – teilweise bei 2.500 bis 3.500 Euro pro Tag, wobei der Mehrwert gegenüber spezialisierten Mittelstandsberatern keineswegs proportional zum Preisunterschied steigt. Die Transparenz des Tagessatzmodells ist gleichzeitig Stärke und Schwäche: Sie wissen genau, was ein Tag kostet, aber der Gesamtaufwand bleibt variabel. Ein guter Berater wird den voraussichtlichen Aufwand realistisch einschätzen – ein weniger guter wird ihn unterschätzen, um den Auftrag zu bekommen.

    Projektpauschalen: Planungssicherheit mit Einschränkungen

    Pauschalen bieten dem Auftraggeber Planungssicherheit: Ein definierter Leistungsumfang wird zu einem festen Preis erbracht. In der ERP-Beratung sind Pauschalen besonders bei klar abgrenzbaren Leistungen sinnvoll, etwa einer Anforderungsanalyse, einer Systemvorauswahl oder einem Assessment. Die Herausforderung liegt in der Abgrenzung: Wenn der Scope nicht sauber definiert ist, entstehen entweder Nachforderungen oder der Berater liefert weniger, als der Auftraggeber erwartet hat. Für die Begleitung eines gesamten ERP-Projekts sind Pauschalen daher selten geeignet – dafür ist der Verlauf zu dynamisch. Für definierte Projektphasen hingegen können sie ein gutes Modell sein.

    Success Fees und Provisionsmodelle: Vorsicht geboten

    Manche Berater bieten erfolgsabhängige Vergütung an oder verdienen an der Vermittlung von Softwarelizenzen. Auf den ersten Blick klingt das attraktiv: Der Berater verdient nur, wenn das Projekt erfolgreich ist, oder die Beratung ist kostenlos, weil der Berater eine Provision vom Hersteller erhält. In der Praxis sind diese Modelle problematisch. Eine Provision vom Softwarehersteller bedeutet, dass der Berater ein wirtschaftliches Interesse daran hat, ein bestimmtes System zu empfehlen – unabhängig davon, ob es das beste für Ihr Unternehmen ist. Und Success Fees schaffen einen Anreiz, Erfolg großzügig zu definieren, statt ehrlich über Probleme zu sprechen. Wer Unabhängigkeit will, muss auf solche Modelle verzichten.

    Wovon die Kosten abhängen

    Die Kosten einer ERP-Beratung variieren erheblich – und das hat nachvollziehbare Gründe. Wer versteht, welche Faktoren den Aufwand treiben, kann den eigenen Bedarf realistischer einschätzen und das Budget entsprechend planen. Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Unternehmensgröße und Komplexität, der Umfang der Beratungsleistung, die Projektphase und die Erfahrung des Beraters.

    • Unternehmensgröße und Komplexität: Ein Handelsunternehmen mit 50 Mitarbeitenden und drei Standorten hat einen anderen Beratungsbedarf als ein Fertigungsbetrieb mit 500 Mitarbeitenden, internationalen Lieferketten und regulatorischen Anforderungen. Die Anzahl der Standorte, Geschäftsprozesse, Schnittstellen und beteiligten Abteilungen bestimmt den Analyseaufwand maßgeblich.
    • Umfang der Beratungsleistung: Eine reine Systemvorauswahl erfordert weniger Beratungstage als eine vollständige Begleitung von der Anforderungsanalyse über die Implementierung bis zum Go-Live. Typische Leistungspakete reichen von 10 bis 15 Tagen für eine fokussierte Vorauswahl bis zu 40 oder mehr Tagen für eine umfassende Projektbegleitung.
    • Projektphase: Beratung in frühen Phasen – Anforderungsanalyse, Prozessoptimierung, Systemauswahl – ist in der Regel günstiger als Intervention in einer laufenden, möglicherweise bereits kritischen Implementierung. Je später externe Beratung hinzugezogen wird, desto höher ist typischerweise der Aufwand.
    • Erfahrung und Spezialisierung des Beraters: Ein Berater mit tiefer Branchenkenntnis im Mittelstand und Erfahrung aus vergleichbaren Projekten wird schneller zu belastbaren Ergebnissen kommen als ein Generalist. Der höhere Tagessatz wird durch geringeren Gesamtaufwand mehr als kompensiert.
    • Reisekosten und Vor-Ort-Präsenz: Viele Beratungsleistungen lassen sich remote erbringen, bestimmte Workshops und Abstimmungen sind jedoch vor Ort deutlich effektiver. Die Balance zwischen Remote- und Vor-Ort-Arbeit beeinflusst die Gesamtkosten spürbar.

    Interne vs. externe Projektsteuerung: Eine ehrliche Gegenüberstellung

    Viele Unternehmen stehen vor der Frage, ob sie die Projektsteuerung für ihr ERP-Vorhaben intern abbilden oder einen externen Berater hinzuziehen sollen. Die Antwort ist selten Entweder-oder, aber die Unterschiede sollten klar benannt werden. Die folgende Gegenüberstellung zeigt, wo die jeweiligen Stärken und Grenzen liegen – nicht als Pauschalkritik an interner Kompetenz, sondern als ehrliche Einschätzung aus der Projektpraxis.

    Interne vs. externe ERP-Projektsteuerung

    Interne Projektsteuerung

    Externe unabhängige Beratung

    ERP-Projekterfahrung

    Meist erstes oder zweites ERP-Projekt, steile Lernkurve während des Projekts

    Erfahrung aus vielen vergleichbaren Projekten, erprobte Methoden und Risikokenntnis

    Herstellerunabhängigkeit

    Oft geprägt durch bestehende Systemlandschaft und historische Partnerschaften

    Keine Partnerverträge, Empfehlung basiert ausschließlich auf Anforderungen

    Kapazität

    ERP-Projekt konkurriert mit Tagesgeschäft, häufige Unterbrechungen und Priorisierungskonflikte

    Dedizierte Kapazität für das ERP-Projekt, klare zeitliche Verfügbarkeit

    Verhandlungsposition

    Erstmalige Verhandlung mit Systemhäusern, wenig Marktkenntnis zu üblichen Konditionen

    Marktkenntnis aus vielen Verhandlungen, realistische Einschätzung von Aufwänden und Preisen

    Kosten

    Keine direkten externen Kosten, aber Opportunitätskosten und höheres Risiko für Fehlentscheidungen

    Direkte Beratungskosten, aber geringeres Gesamtrisiko und typischerweise niedrigere Projektgesamtkosten

    Die Gegenüberstellung zeigt: Interne Projektsteuerung ist nicht grundsätzlich schlecht, und externe Beratung ist kein Allheilmittel. Die Frage ist, wo die kritischen Lücken liegen – und ob deren Schließung durch externe Expertise die Investition rechtfertigt. In den allermeisten mittelständischen ERP-Projekten lautet die Antwort: Ja, deutlich.

    Die versteckten Kosten vermeintlich kostenloser Beratung

    Ein Muster, das sich in der Praxis immer wiederholt: Ein Systemhaus bietet kostenlose Beratung zur ERP-Auswahl an. Das klingt attraktiv – warum für etwas bezahlen, das man auch umsonst bekommt? Die Antwort ist einfach: Weil diese Beratung nicht umsonst ist. Sie wird über die Lizenzkosten, Implementierungsgebühren und langfristige Wartungsverträge finanziert. Das Systemhaus hat ein strukturelles Interesse daran, sein eigenes System zu empfehlen – und den Implementierungsumfang so groß wie möglich zu gestalten.

    Die Konsequenzen sind messbar: Systeme werden empfohlen, die nicht optimal zu den Anforderungen passen. Implementierungsumfänge werden größer als nötig. Customizing-Aufwände steigen, weil Standardprozesse nicht konsequent genutzt werden. Und wenn das Projekt in Schieflage gerät, fehlt die neutrale Instanz, die ehrlich bewertet, ob das Problem am Projekt oder am System liegt. Die vermeintliche Ersparnis durch kostenlose Beratung wird in vielen Fällen durch Mehrkosten in der Implementierung um ein Vielfaches aufgefressen.

    “Kostenlose Beratung gibt es nicht. Es gibt nur die Frage, wer die Beratung bezahlt – und welche Interessen damit verbunden sind.”

    – Stefan Radau, Innovera Consulting

    ROI unabhängiger ERP-Beratung: Was die Investition bringt

    Die Frage nach dem Return on Investment ist berechtigt – und sie lässt sich konkret beantworten. Unabhängige ERP-Beratung zahlt sich in mehreren Dimensionen aus, die sich teilweise direkt beziffern lassen und teilweise indirekt über vermiedene Risiken wirken. Die wichtigsten Hebel sind die Vermeidung von Fehlauswahlen, die Reduktion von Implementierungskosten, die Verkürzung der Projektlaufzeit und die nachhaltige Akzeptanz des Systems.

    Zur Vermeidung von Fehlauswahlen: Die Kosten einer falschen Systemwahl liegen typischerweise im sechs- bis siebenstelligen Bereich. Darin enthalten sind verlorene Lizenzinvestitionen, verschwendete Implementierungsaufwände, Produktivitätsverluste und die Kosten für eine erneute Auswahl und Migration. Eine unabhängige Beratung, die das richtige System identifiziert, vermeidet diese Kosten vollständig. Allein dieser Hebel übersteigt die Beratungsinvestition in der Regel um ein Vielfaches.

    Zur Reduktion von Implementierungskosten: Ein erfahrener unabhängiger Berater kennt die typischen Kostentreiber in ERP-Implementierungen und kann den Auftraggeber in Verhandlungen mit dem Systemhaus unterstützen. Die Erfahrung zeigt, dass allein durch professionelle Vertragsverhandlung und realistische Aufwandsschätzung Einsparungen von 15 bis 25 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Angebot erzielbar sind. Bei einem Implementierungsbudget von 500.000 Euro entspricht das 75.000 bis 125.000 Euro – bei Beratungskosten, die typischerweise einen Bruchteil davon ausmachen.

    Zur Verkürzung der Projektlaufzeit: Jeder Monat, den ein ERP-Projekt länger dauert als geplant, kostet das Unternehmen Geld – durch gebundene interne Ressourcen, Parallelaufwand für Alt- und Neusystem, und nicht realisierte Effizienzgewinne. Externe Beratung, die kritische Entscheidungen beschleunigt und Engpässe frühzeitig identifiziert, zahlt sich auch über die Laufzeitverkürzung aus.

    Stefan Radau im Beratungsgespräch – Kostenplanung und ROI-Bewertung für ERP-Projekte
    Unabhängige Beratung rechnet sich – nicht trotz, sondern wegen der direkten Kosten.

    Typische Kostenfallen in der ERP-Beratung

    Nicht jede ERP-Beratung hält, was sie verspricht. Es gibt typische Muster, die dazu führen, dass die Investition ins Leere läuft oder sich sogar negativ auswirkt. Wer diese Muster kennt, kann sie vermeiden. Die häufigsten Kostenfallen sind nicht die offensichtlichen – sie verstecken sich in Strukturen, Verträgen und Annahmen, die auf den ersten Blick vernünftig erscheinen.

    Kostenfalle 1: Der billigste Tagessatz

    Ein niedriger Tagessatz ist kein Qualitätsindikator. Ein Berater mit einem Tagessatz von 800 Euro, der doppelt so viele Tage braucht wie ein erfahrener Berater mit 1.800 Euro Tagessatz, ist am Ende teurer – und liefert in der Regel schlechtere Ergebnisse. Entscheidend ist nicht der Tagespreis, sondern der Wert pro investiertem Euro. Ein Berater, der in drei Tagen eine belastbare Anforderungsanalyse liefert, ist wirtschaftlicher als einer, der dafür sieben Tage braucht und dabei weniger Tiefe erreicht.

    Kostenfalle 2: Unklarer Leistungsumfang

    Wenn nicht klar definiert ist, welche Leistungen im Angebot enthalten sind und welche zusätzlich berechnet werden, sind Nachforderungen vorprogrammiert. Ein professioneller Berater legt den Leistungsumfang transparent dar – inklusive Annahmen, Abgrenzungen und Mechanismen für den Umgang mit Änderungen. Fehlende Transparenz an dieser Stelle ist ein Warnsignal, das Sie ernst nehmen sollten.

    Kostenfalle 3: Beratung ohne Wissenstransfer

    Beratung, die Wissen nicht transferiert, schafft Abhängigkeit. Wenn der Berater geht und das Unternehmen nicht in der Lage ist, die getroffenen Entscheidungen nachzuvollziehen oder fortzuführen, war die Investition nur teilweise wirksam. Gute Beratung dokumentiert Ergebnisse, befähigt die internen Projektbeteiligten und sorgt dafür, dass das aufgebaute Wissen im Unternehmen bleibt. Fragen Sie vor der Beauftragung, wie der Wissenstransfer gestaltet wird.

    Kostenfalle 4: Zu späte Einbindung

    Eine Beratung, die erst hinzugezogen wird, wenn das Projekt bereits in Schieflage ist, kann oft nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Die Kosten für eine Krisenintervention liegen typischerweise deutlich über den Kosten einer präventiven Begleitung von Beginn an. Die wirtschaftlich klügste Entscheidung ist, externe Expertise so früh wie möglich einzubinden – idealerweise vor der Systemauswahl, spätestens zu Beginn der Implementierung.

    Wie Sie das Budget für ERP-Beratung realistisch planen

    Eine realistische Budgetplanung für ERP-Beratung beginnt mit der ehrlichen Einschätzung des eigenen Bedarfs. Nicht jedes Unternehmen braucht eine Vollzeitbegleitung über die gesamte Projektlaufzeit. Aber fast jedes Unternehmen profitiert von externer Expertise in den kritischen Phasen. Als Orientierung hat sich bewährt, drei bis acht Prozent des gesamten ERP-Projektbudgets für unabhängige externe Beratung einzuplanen. Bei einem Gesamtprojektvolumen von 500.000 Euro entspricht das 15.000 bis 40.000 Euro für Beratungsleistungen.

    Die Verteilung über die Projektphasen sollte den tatsächlichen Bedarf widerspiegeln: In der Anforderungs- und Auswahlphase ist der Beratungsbedarf typischerweise am höchsten, weil hier die weichenstellenden Entscheidungen fallen. Während der Implementierung sinkt der externe Bedarf, wenn die Grundlagen sauber gelegt wurden. Vor dem Go-Live steigt er wieder – für die kritische Phase des Übergangs, der Datenmigration und der Abnahme.

    Planen Sie außerdem einen Puffer von 10 bis 15 Prozent des Beratungsbudgets für unvorhergesehene Situationen ein. ERP-Projekte sind dynamisch, und die Fähigkeit, bei Bedarf schnell auf externe Expertise zurückgreifen zu können, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Ein fester Beratungsrahmenvertrag mit flexibel abrufbaren Kontingenten bietet hier die beste Balance aus Planungssicherheit und Flexibilität.

    ERPulse360: Kosten transparent bewerten

    Mit ERPulse360 bieten wir eine strukturierte Standortbestimmung, die den tatsächlichen Beratungsbedarf für Ihr ERP-Vorhaben identifiziert – bevor Sie in ein umfassendes Beratungsmandat investieren. So vermeiden Sie sowohl Über- als auch Unterinvestition in externe Expertise.

    Wann sich die Investition besonders lohnt

    Die Investition in unabhängige ERP-Beratung lohnt sich besonders in Situationen, in denen die Konsequenzen einer Fehlentscheidung gravierend sind. Das betrifft in erster Linie die Systemauswahl – eine Entscheidung, die das Unternehmen für fünf bis zehn Jahre bindet und deren Revision mit enormen Kosten verbunden ist. Ebenso lohnt sich externe Beratung, wenn interne ERP-Projekterfahrung fehlt oder begrenzt ist. Ein Unternehmen, das zum ersten Mal ein ERP-System einführt oder wechselt, profitiert massiv von der Erfahrung eines Beraters, der diesen Prozess bereits viele Male begleitet hat.

    Auch bei laufenden Projekten, die erste Anzeichen von Schieflage zeigen, ist frühzeitige externe Intervention wirtschaftlich sinnvoll. Die Kosten einer rechtzeitigen Standortbestimmung und Kurskorrektur sind ein Bruchteil der Kosten, die entstehen, wenn ein Projekt unkontrolliert eskaliert. Und schließlich lohnt sich die Investition bei Unternehmen, die ihre Verhandlungsposition gegenüber Systemhäusern stärken wollen. Ein Berater, der den Markt kennt und realistische Vergleichswerte hat, kann in Vertragsverhandlungen Einsparungen erzielen, die die eigenen Kosten mehrfach übersteigen.

    Fazit: Was ERP-Beratung wirklich kostet – und was sie wirklich spart

    Die Kosten für unabhängige ERP-Beratung sind transparent und planbar. Sie liegen typischerweise zwischen 15.000 und 80.000 Euro für mittelständische Projekte – abhängig von Umfang, Komplexität und Begleitungsintensität. Das klingt nach einer relevanten Investition. Und es ist eine relevante Investition. Aber es ist eine Investition, die sich rechnet.

    Die Alternative ist nicht, kein Geld für Beratung auszugeben. Die Alternative ist, die Kosten für Fehlentscheidungen, überdimensionierte Implementierungen, verlorene Verhandlungsspielräume und gescheiterte Projekte zu tragen – Kosten, die typischerweise um ein Vielfaches höher liegen als das Beratungshonorar. Wer die Frage nach den Kosten stellt, sollte gleichzeitig die Frage nach den Kosten des Verzichts stellen. Und dann eine informierte Entscheidung treffen.

    Nächster Schritt: Ihr individueller Beratungsbedarf

    Jedes ERP-Projekt ist anders – und damit auch der Beratungsbedarf. In einem kostenlosen 30-minütigen Erstgespräch besprechen wir, wo Ihr Unternehmen steht, welche Herausforderungen anstehen und welcher Beratungsumfang für Ihre Situation sinnvoll ist. Ohne Verpflichtung, ohne Verkaufsdruck – aber mit einer ehrlichen Einschätzung.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie hoch sind die typischen Tagessätze für unabhängige ERP-Beratung?

    Erfahrene unabhängige ERP-Berater im Mittelstand berechnen typischerweise zwischen 1.200 und 2.200 Euro pro Tag. Die Spanne ergibt sich aus der Spezialisierung, der Projekterfahrung und dem konkreten Leistungsumfang. Entscheidend ist nicht der absolute Tagessatz, sondern der Gesamtaufwand und der erzielte Mehrwert. Ein erfahrener Berater mit höherem Tagessatz benötigt in der Regel weniger Tage für vergleichbare Ergebnisse und bringt eine tiefere Risikokenntnis mit, die sich direkt in vermiedenen Projektkosten niederschlägt.

    Lohnt sich ERP-Beratung auch für kleinere Unternehmen?

    Gerade für kleinere Unternehmen kann sich unabhängige Beratung besonders lohnen – weil die internen Ressourcen und die Projekterfahrung dort in der Regel begrenzter sind als in größeren Organisationen. Der Beratungsumfang wird an die Unternehmensgröße angepasst: Eine fokussierte Systemvorauswahl mit anschließender Verhandlungsbegleitung kann bereits mit einem überschaubaren Budget erheblichen Mehrwert schaffen. Zusätzlich können kleine und mittlere Unternehmen die BAFA-Förderung für unternehmerisches Know-how nutzen, die bis zu 80 Prozent der Beratungskosten bezuschusst.

    Warum ist vermeintlich kostenlose Beratung durch Systemhäuser langfristig teurer?

    Systemhäuser finanzieren ihre kostenlose Beratung über Lizenzerlöse und Implementierungsgebühren. Das schafft einen strukturellen Interessenkonflikt: Die Empfehlung wird tendenziell zugunsten des eigenen Systems und eines möglichst großen Implementierungsumfangs ausfallen. Die Folge sind häufig überdimensionierte Lösungen, vermeidbare Customizing-Aufwände und fehlende Verhandlungsmacht des Auftraggebers. Unabhängige Beratung kostet direkt, vermeidet aber diese versteckten Mehrkosten – und führt in der Gesamtbetrachtung fast immer zu einem günstigeren Ergebnis.

    Quellen: Panorama Consulting Group ERP Report (2023); Trovarit AG, ERP in der Praxis (2022/2023); eigene Projekterfahrung aus ERP-Begleitungen im Handel und Mittelstand

    Wenn Sie dieses Thema in Ihrem Projekt vertiefen möchten, sprechen Sie mit uns.

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